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Spohn, Tilmann: „Eine Frage der Wortwahl. Tilmann Spohn im Interview mit Camilo Jiménez“, 20.10.06

Spohn, Tilmann: „Eine Frage der Wortwahl. Tilmann Spohn im Interview mit Camilo Jiménez“, 20.10.06

Tilmann Spohn

Tilmann Spohn

Spohn ist Direktor des Instituts für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Der renommierte Akademiker spricht über die Entscheidung der Internationalen Astronomen-Union (IAU), Pluto nicht mehr als Planeten zu bezeichnen.

Professor Spohn, was haben Merkur, Venus, die Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun, was Pluto nicht hat?

Jiménez, Camilo: „Me too, I’d like the atomic-bomb!“, 13.10.06

Jiménez, Camilo: „Me too, I’d like the atomic-bomb!“, 13.10.06

At the end little has changed in the world since World War II and the atomic warfare of the Cold War days. Nowadays, having the atomic-bomb still means power, and to get a bomb is at this time easier than ever with North Korean nukes topping the lists in the black market this week. The world keeps on standing as is stood in the midst of the 20th Century: vis-à-vis with the threat of a chain reaction of world-wide atomic proliferation.

In 1968, the U.S., France, Great Britain, Russia, and China — the winners of WW2 and today’s five permanent members of the United Nation’s Security Council — decided for throttling off the head of what they feared could become a many-headed dragon avidly firing menaces of mass destruction in times of the Cold War. The international swoop under the threat’s head was hence to be given by the Treaty on the Non-Proliferation of Nuclear Weapons (NPT), which was rashly signed in 1968 by the U.S. , Great Britain and the Soviet-Union. It entered into force on March 1970.

Tillmann, Michael: „Neue Beschäftigungspolitiken auf dem Prüfstand. Über ’Les nouvelles politiques de l’emploi’ Von Yannick L’Horty“, 06.10.06

Tillmann, Michael: „Neue Beschäftigungspolitiken auf dem Prüfstand. Über ’Les nouvelles politiques de l’emploi’ Von Yannick L’Horty“, 06.10.06

Les nouvelles politiques de l'emploi

Les nouvelles politiques de l'emploi

In den letzten Jahren zeichnet sich eine Abkehr von älteren Arbeitsmarktpolitiken ab, die im Wesentlichen auf einer Förderung eines arbeitsplatzintensiven Wachstums und – ganz allgemein – einer Unterstützung der Arbeitsnachfrage beruhten. Parallel dazu wurde auf Seiten des Arbeitsangebots, d.h. der Erwerbstätigen selbst, oftmals eine Politik betrieben, bei der ältere Arbeitnehmer beispielsweise Anreize zur Frühverrentung erhielten oder über gezielte familienpolitische Maßnahmen Frauen vom Arbeitsmarkt ferngehalten wurden. Angesichts einer anhaltend hohen Arbeitslosigkeit werden in den letzten Jahren allerdings verstärkt Beschäftigungspolitiken erprobt, die auf eine stärkere Aktivierung der Erwerbspersonen hinwirken. Diese Trendwende hin zu einer stärker angebotsorientierten Arbeitsmarktpolitik, bei der finanzielle Anreizstrukturen zur Schaffung von Arbeitsplätzen sowie zur Suche und Annahme einer neuen Beschäftigung geschaffen bzw. verstärkt werden, verfolgen das Ziel der Arbeitskostenreduzierung für die Arbeitgeber und des finanziellen Zugewinns für die Arbeitnehmer. Das Buch von Yannick L’Horty bietet einen ausgezeichneten und detaillierten Überblick über die neuen Maßnahmen sowie eine empirisch fundierte Bewertung ihrer Wirkungen.

Tillmann, Michael: „Vergangenheit und Zukunft des französischen Wirtschaftsmodells. Über ’Le modèle français depuis 1945’ Von Pascal Gauchon“, 06.10.06

Tillmann, Michael: „Vergangenheit und Zukunft des französischen Wirtschaftsmodells. Über ’Le modèle français depuis 1945’ Von Pascal Gauchon“, 06.10.06

Le modèle français depuis 1945

Le modèle français depuis 1945

„Die Vorstellung, dass der Staat Träger des Allgemeinwohls sei, ist ein typisch französischer Gedanke, mit dem die Amerikaner nicht viel anfangen können.” So jedenfalls urteilt der amerikanische Frankreich-Spezialist Ezra Suleiman. Und in der Tat könnte diese besondere Rolle des französischen Staates zumal bei der Wirtschaftsentwicklung als Leitgedanke zur Definition des französischen Wirtschaftsmodells dienen, dem Pascal Gauchon in seiner so knappen wie kenntnisreichen Studie nachspürt. Dabei widmet sich der Wirtschaftshistoriker auf den 127 Seiten dieses schmalen Bandes aus der Reihe Que sais-je? im Wesentlichen den Entwicklungen seit 1945, als Frankreich die Modernisierung seiner Wirtschaft nicht zuletzt auf dem Weg der Verstaatlichung und Konzentration zahlreicher Unternehmen betreibt und die für das Land in der Tat so typische Mischung aus marktwirtschaftlichen und planwirtschaftlichen Elementen begründet. Nach der starken Wachstumsphase im Anschluss an den Zweiten Weltkrieg, den so genannten Trente Glorieuses, d.h. den dreißig glorreichen Jahren des Wirtschaftswunders, zeigt das Modell allerdings im Zuge der Studentenbewegung erste Risse: „In der zeitlichen Rückschau erscheint die Protestbewegung von Mai 1968 in Wirklichkeit als eine ‚liberal-libertäre’ Bewegung, die nicht so sehr gegen die Konsumgesellschaft aufbegehrte, sondern vielmehr gegen die Pflichten und Zwänge, die mit ihr verbunden waren und die der Slogan métro-boulot-dodo, d.h. das entsagungsreiche Hin und Her zwischen heimischem Herd und Arbeitsplatz, treffend zum Ausdruck bringt. Dieser Bewegung ging es weniger um ein Streben nach Gleichheit und Brüderlichkeit als um eine Überhöhung der individuellen Freiheit.”