Böning, Marietta: „Österreichs Medienlandschaft 2005/2006 – eine Studie“, 24.11.06
Böning, Marietta: „Österreichs Medienlandschaft 2005/2006 – eine Studie“, 24.11.06
Chefredakteure verdienen mehr, der Mittelbau behauptet sich, freie Mitarbeiter bekommen weniger.
Österreichs Print-Journalisten wissen ganz genau, wo es auch annis 2005 und 2006 langgeht und nicht langgehen sollte. Medienlayouts profitieren qualitativ von neuen Technologien, und das tiefere Vordringen ins Labyrinth aus Kämpfen um Copy-Paste versus Gate Keeping ist unerwünscht. Recherchearbeit sollte einen nicht noch tiefer ins Web führen, da sonst Wikipedia und Google fachliche Quellen zu ersetzen drohen. Und auch dass der Essay immer öfter dem Blickfänger in Form von optimierten, großdimensionierten Pics Platz machen muss, ergo die Texte kürzer werden, beäugen Journalisten naturgemäß mit Skepsis. Es wundert nicht, wenn die jüngste Journalistenbefragung des Kuratoriums für Journalistenausbildung in Salzburg, durchgeführt vom Medienwissenschaftler und Ex-Kronenzeitungsjournalisten Stefan Weber, sich mit dem Problem des Qualitätsverlusts befasst.

