Jiménez, Camilo: “Tagebuch eines Ehrgeizigen. Arthur Schopenhauers Studienjahre in Berlin”, 11.08.06
Tagebuch eines Ehrgeizigen
Arthur Schopenhauers Studienjahre in Berlin
Von Camilo Jiménez
Einleitung
Die folgende Arbeit befasst sich mit dem deutschen Philosophen Arthur Schopenhauer und seinem Leben als Student der Friedrich-Wilhelms Berliner Universität. Schopenhauer lebte zwischen 1811 und 1813 in Berlin, wo er drei Semester studierte. Diese Jahre stehen für die erste von drei Perioden, die Schopenhauer in Berlin verbrachte: 1820 kehrte er in die Stadt zurück und blieb dort bis 1822, während er dort als Privatdozent tätig war. 1825 kam er wieder nach Berlin und lebte dort bis zum Ausbruch der Cholera-Seuche im Jahr 1830, wobei er ein Einzelgänger im intellektuellen Milieu der Berliner Universitätsphilosophen blieb.
Die drei Berliner Aufenthalte Arthur Schopenhauers bieten aufschlussreiche Einblicke für die Erforschung der frühen Geschichte der Berliner Universität.
In Glossen, Notizen-, Vorlesungs- und Studienheften, Briefen, Gesprächen sowie in den Vorworten und an zahlreichen Stellen seiner philosophischen Werke zeigte sich Schopenhauer — als Student, Doktorand und Privatdozent — als unermüdlicher und ständiger Kritiker der Berliner Universität, besonders ihrer zwei wichtigsten Akteure: Fichte und Hegel.
