DROUARD, Alain: Histoire des cuisiniers en France – XIXe-XXe siècle. Paris: CNRS Éditions 2004.
Schon 2004 ist diese hoch interessante Geschichte des Kochgewerbes in Frankreich im 19. und 20. Jahrhundert herausgekommen.
Alain Drouard verfolgt darin die Entwicklungen einer Zunft, deren renommierteste Vertreter heute eine derartige nationale und zum Teil auch internationale Berühmtheit erlangt haben, dass Arbeitsbedingungen und Status der breiten Masse all jener Köche, die in Großküchen und in den herkömmlichen Restaurantbetrieben arbeiten, aus dem Blickfeld geraten. Dabei erlebt dieses Gewerbe seit geraumer Zeit einen Wandel, der nicht zuletzt durch die neuen Angebote der Lebensmittelindustrie ausgelöst wurde. Paradoxerweise wächst damit die Kluft zwischen einer haute cuisine, die für den Großteil der Bevölkerung immer unerschwinglicher wird, und den Essgewohnheiten der meisten Franzosen in der kommerziellen Gastronomie (Schnellrestauration oder auch traditionelle Brasserien). Allen Realitäten zum Trotz gehört jedoch die gastronomische Ausnahmestellung Frankreichs zu den unablässig beschworenen Stereotypen der nationalen Kultur.
Die Telecollage Blob
Ein medienskeptischer Ansatz im italienischen Fernsehen
Von Anne Preckel
Die Wirklichkeit erzeugende Eigenschaft des Fernsehens besteht darin, dass es seine eigene Medialität vergessen macht. Das bezieht sich sowohl auf die Erzeugung einer zweiten Form von medialer Wirklichkeit durch das Fernsehen insgesamt, als auch auf die Wirkung der Fernsehproduktionen im Einzelnen. Während bei fiktionalen Filmen die Ebene der Vermittlung zugunsten einer „anderen“ Wirklichkeit in den Hintergrund tritt, bleibt diese bei nichtfiktionalen Sendungen ein Stück weit sichtbar. Doch auch diese Sendungen arbeiten am Verstecken ihrer medialen Künstlichkeit.
Ein politischer Comic über das Leben im Iran
Von Miriam Neumann
Wir haben ihren Geschichten – mehr oder weniger interessiert – zugehört. Nun ist es an der Zeit, den so genannten jungen deutschen Popliteraten und ihren noch seichteren Geschwistern, den Zonenkindern, die Tür zu weisen. In einer Zeit, in der unter dem Stichwort des Antiterrorkampfes täglich schwerste Verstöße gegen Grund- und Menschenrechte begangen werden und das Beherrschen der arabischen Sprache in Verbindung mit dem Tragen von Bart oder Kopftuch bereits als höchst verdächtig gelten kann, sollten wir junge Autoren zu Wort kommen lassen, deren Lebensweg einen Einblick in die Vielfalt islamischer Lebenswelten gewährt.
Ein neuer Film über King Arthur: Wir erfahren, dass König Artus schwarze Locken und keinen Bart trug
Von Beatrice Michaelis
Auf der verzweifelten Suche nach einer Genealogie für unerkannt bleibende starke politische Führer und wahre Helden, die für die Freiheit einer Nation, ja der ganzen Welt kämpfen, macht sich der Produzent mit den Hollywood-weit besten Verbindungen zum Pentagon, Jerry Bruckheimer, nun gemeinsam mit dem Hobby-Historiker, Halbtags-Archäologen und Freizeit-Drehbuchautor David Franzoni über den alteuropäischen Artus-Mythos her.