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Clarke, Simon: “A Basic Income for Russia?”, 28.05.08

A Basic Income for Russia?

Simon Clarke

Introduction

The idea of a basic or citizens’ income rests on the principle that everyone is entitled to the resources which make possible at least a minimum standard of subsistence. This principle is well-established in those countries, particularly in Europe, with a developed welfare state tradition, although its implementation, even in those countries, is surrounded by qualifications centered on the obligation of able-bodied citizens to work and the restriction of public assistance to those who can prove their need for support, which are monitored by an enormous inhuman and incompetent bureaucratic apparatus of inspection, regulation and control. Moreover, the solidaristic welfare tradition is being eroded by individualistic approaches to welfare provision based on compulsory or voluntary, state or private insurance principles.

Gliech, Oliver: “Die Sklavenrevolution von Saint-Domingue/Haiti und ihre internationalen Auswirkungen (1789/91 – 1804/25)”, 28.05.08

Die Sklavenrevolution von Saint-Domingue/Haiti und ihre internationalen Auswirkungen (1789/91-1804/25)

Von Oliver Gliech

In der Geschichte der lateinamerikanischen Staatenwelt stellt Haiti einen Sonderfall dar, der in vieler Hinsicht bemerkenswert ist. Im späten 18. Jahrhundert wurde das Land zum Schauplatz der einzigen erfolgreichen Sklavenrevolution der Weltgeschichte, und es waren ehemalige Sklaven, die dort 1804 den ersten unabhängigen Staat des Subkontinents ins Leben riefen. Heute zählt diese karibische Republik zu den ärmsten Staaten der westlichen Hemisphäre – vor ihrer Unabhängigkeit hingegen galt sie, damals noch “Saint-Domingue” genannt und zum französischen Überseeimperium gehörend, als wertvollste Plantagenwirtschaft ihrer Zeit. Gestützt auf die Arbeit von etwa einer halben Million Sklaven entwickelte sich diese Plantagenökonomie zum Hauptlieferanten von Zucker und Kaffee – tropische Handelsgüter, die in Europa und Nordamerika auf eine rege Nachfrage stießen und die im Laufe des 18. Jahrhunderts zum festen Bestandteil der westlichen Konsumkultur wurden. Auf einer Fläche, die kleiner war als das heutige Belgien, lebten um 1789 etwa ebenso viele afrikanische Zwangsarbeiter wie in den Vereinigten Staaten von Amerika. Als die Französische Revolution ausbrach, erfassten ihre Ausläufer bald die tropischen Kolonien Frankreichs. In Saint-Domingue begann eine eigene karibische Revolution, in deren Folge die Kolonie schließlich außer Kontrolle geriet. Zunächst wurde diese koloniale Revolution von den ortsansässigen weißen Pflanzern getragen, bald jedoch fiel die Initiative an die schwarzen Sklaven. Ihr Aufstand führte zur Abschaffung der Sklaverei, zur Unabhängigkeit der Kolonie, zur Zerstörung der Plantagenwirtschaft und zur Entmachtung der alten kolonialen Eliten. Dieser dramatische Prozess soll im folgenden genauer untersucht werden.

Ocampo, José Antonio: “Wirtschaftlicher und sozialer Umbruch weltweit…wann? José Antonio Ocampo im Interview mit Camilo Jimenez”, 28.05.08

Wirtschaftlicher und sozialer Umbruch weltweit… wann?

Mumbai, Indien - Antonio Milena - ABr

Interview* mit dem UNO Vizegeneralsekretär José Antonio Ocampo

Von Camilo Jiménez

Auch im Wirtschafts- und Sozialbereich ist der Prestigeverlust der UNO nichts Neues. Schon während der achtziger und neunziger Jahre büßte die Hauptabteilung für Wirtschaftliche und Soziale Angelegenheiten heftig an Einfluss ein, als die Weltbank und andere Organisationen die Zügel der Weltwirtschafts- und -sozialordnung übernahmen. Aus dieser Ohnmacht heraus zu kommen und eine regulierende und letztendlich definierende Rolle im wirtschaftlichen und sozialen Geschehen zu spielen, sind die Ziele des UNO Vizegeneralsekretärs José Antonio Ocampo. Im Gespräch mit dem AVINUS Magazin sprach der seit 2003 amtierende Leiter der Hauptabteilung für Wirtschaftliche und Soziale Angelegenheiten über Armut und Elend, über die Weltwirtschaftslage und über seine Bemühungen auf der weltpolitischen Spitze.